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Samstag, 15. Juli 2006, 19:37

Tour de France

Etappen-Sieg für Ausreißerkönig Voigt
...und ein frecher Oscar aus Spanien klaut Landis Gelb

Geschafft! CSC-Profi Jens Voigt holt sich den Sieg bei der 13. Tour-Etappe

Wenige Meter vor dem Ziel ein Blick in die Augen von Oscar Pereiro, ein kurzer Wortwechsel â€â€œ und dann verbläst der Deutsche den Spanier, reißt Sekunden später die Arme hoch.

Der zweite deutsche Tagessieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Und was für einer...

Auf der mit 230 Kilometer von Béziers nach Montélimar längsten Tour-Etappe büchst der CSC-Mann frühzeitig in einer Fünfer-Gruppe aus. Der Vorsprung aufs Hauptfeld wächst schnell auf über 20 Minuten.

Vier Kilometer vor dem Ziel ist es nur noch ein Zweikampf. Pereiro attackiert, aber Voigt kontert und holt sich seinen zweiten Tagestriumph bei der Tour nach 2001.

Voigt nach dem Rennen freudestrahlend: â€Å¾Das war ein Pokerspiel. Ich bin so froh, daß ich gewonnen habe.â€Å“

Dafür klaut der freche Oscar Pereiro dem Ami Floyd Landis das Gelbe Trikot!

Der Grund: Das Hauptfeld mit Landis hatte es nicht eilig, kam am Ende mit knapp 30 Minuten Rückstand ins Ziel.

Am Sonntag geht's bei der 14. Etappe über 180,5 Kilometer von Montelimar nach Gap im Department Hautes-Alpes.

Quelle: www.bild.t-online.de
Bis Bald!

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Samstag, 15. Juli 2006, 19:47

Na also! :smilie25: Klasse Leistung (Hoffentlich auch "sauber"), freut mich für Jens Voigt. Hoffentlich kann er weiter auf so hohem Niveau fahren.
Bis Bald!

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Donnerstag, 27. Juli 2006, 20:23

Doping-Skandal um Tour-Sieger

Dieser Doping-Skandal erschüttert den Radsport. Floyd Landis (30), Tour-Sieger 2006 und damit Nachfolger von Lance Armstrong, ist positiv auf Testosteron getestet worden. Und aus der Tour der Leiden ist die Tour der Lügen geworden!

Droht der legendären Frankreich-Rundfahrt jetzt etwa das Aus? Millionen von Radsport-Fans haben die Lust verloren, fordern: Macht endlich Schluß mit dieser miesen Tour.

Jahrelang kursierten Doping-Gerüchte um â€Å¾Tourminatorâ€Å“ Lance Armstrong. Doch offiziell konnte dem Amerikaner nie etwas nachgewiesen werden. Dann der Riesen-Skandal vor der diesjährigen 93. Tour de France: Jan Ullrich und 57 andere Fahrer werden wegen Doping-Verdachts suspendiert.

Und jetzt auch noch die Bestätigung des ersten Doping-Falles bei dieser Tour. Phonak, Rennstall des Amerikaners, hat es offiziell zugegeben: Landis ist positiv getestet worden â€â€œ Testosteron! Ausgerechnet der Amerikaner â€â€œ ihm drohen jetzt die Aberkennung des Tour-Sieges und eine Sperre.

Schon während des Radsport-Klassikers hatten sich Fans und Fachleute verwundert die Augen gerieben: Nur einen Tag nach seinem schweren Einbruch in den Alpen hatte Landis die Konkurrenz auf der 17. Etappe nach Morzine mit einem unglaublichen Alleingang schockiert. Doch genau an diesem Tag, dem 20. Juli, wies die Doping-Probe des Siegers einen ungewöhnlich hohen Testosteron-Wert auf. Landis war entlarvt!

Die Gerüchte hatten sich schon im Laufe des Tages immer weiter verdichtet. Bereits am Mittwoch abend gab der Internationale Radsport-Verband (UCI) in Paris bekannt, daß in einem Test ein â€Å¾anormales Resultatâ€Å“ entdeckt worden sei. Der erste Fall also einer positiven Probe bei der Tour 2006.

Die UCI hatte sich jedoch zunächst weder zu der Identität des Fahrers noch zur gefundenen Substanz geäußert. Und auch nicht zum Datum der Probe.

Kurz nach Bekanntwerden des Doping-Falls trat der amerikanische Tour-Sieger des Schweizer Phonak-Teams nicht wie vertraglich vereinbart beim Radrennen im niederländischen Cham an. Und sorgte damit für einen Riesen-Eklat â€â€œ und für die ersten Gerüchte.

Veranstalter John van den Akker sauer: â€Å¾Wir haben ständig versucht, Floyd ans Telefon zu bekommen, aber niemand hat abgehoben. Alle sind verärgert, weil wir viel Geld für seinen Start ausgegeben haben. Jetzt erwarten wir auf jeden Fall eine Entschuldigung von ihm.â€Å“

Nur wenig später hatte Landis auch seine ursprünglich geplante Teilnahme am Grand Prix im dänischen Silkeborg abgesagt. Jetzt wissen wir auch, warum!

Quelle: www.bild.t-online.de


PK: Ich glaubs einfach nicht. Wie kann man nur so dämlich sein? Anscheinend führt Testosteron auch zu Realitäsverlust...
Bis Bald!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »prince« (27. Juli 2006, 20:24)


nanamaus

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Wohnort: OWL, jetzt Schaumburger Land

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Donnerstag, 27. Juli 2006, 20:33

Sorry, aber typisch Radprofis.

Immer wird die Tour von irgendwelchen Skandalen überschattet. Ich weiß schon warum Radsport mich nicht interessiert - die haben fast alle Dreck am Stecken und die Bezug zur Realität schon lange verloren. Bei Ullrich und Co. einen Lauten machen wegen Eigenblut - na klasse
In der Leichtathletik ist es ähnlich.

Aber zeig mir einen Rennfahrer der gedopt ist. Ich wüsste keinen.....

L.G. Nana
Leben ist das was passiert während du etwas anderes planst.

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Donnerstag, 3. August 2006, 20:16




Jan Ullrich erneut schwer belastet
"35.000 Euro in einem einzigen Jahr für Doping-Mittel"

Hamburg/Bad Homburg - Der wegen Doping-Verdachts von seinem Team T-Mobile suspendierte Radprofi Jan Ullrich soll mehrere 10.000 Euro für Dopingmittel ausgegeben haben. Wie der Heidelberger Doping-Analytiker Werner Franke am Donnerstag sagte, habe Ullrich laut Ermittlungsakten "in einem einzigen Jahr 35.000 Euro für Dopingmittel bezahlt".

"Mephistofiguren" im Umfeld

"Einige Leute in seinem Umfeld" seien die "Mephistofiguren", die Ullrich "das angeraten haben und ihm dann auch die Kontakte vermittelt haben zu den spanischen Ärzten, von denen er sein Zeug bezogen hat", sagte Franke im Interview mit dem Fernsehkanal "Rheinmaintv", das auszugsweise auf "Spiegel Online" veröffentlicht wurde.

Informationen aus Polizeiakten

Franke berief sich dabei nach eigenen Angaben auf die Ermittlungsakten der spanischen Polizei, die mit ihren Untersuchungen unter anderem die Suspendierungen von Ullrich, Ivan Basso und anderen Radprofis vor dem Start der diesjährigen Tour de France angestoßen hatte.


Quelle: http://channel1.aolsvc.de/index.jsp?cid=761141

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Freitag, 4. August 2006, 03:45

Mal persönlich was gesagt zu Jan Ullrich. Jedem sei seine Meinung zugestanden. Aus seiner persönlichen Sicht macht er derzeit finanziell und ideell sicher das Richtige.

Auch die Argumentation, er sei kein Schwerverbrecher und müsse sich als Unschuldiger nicht beweisen, ist nachvollziehbar.

Nur finde ich, alle die in den letzten Jahren Synonyme wie empört, erschrocken, entsetzt laut bei Dopingsündern ungefragt gerufen haben, genauso wie einen sauberen Sport und harte Strafen gefordert haben, stehen dann jetzt auch in der Pflicht zu beweisen, dass sie verleumdet werden. Anstatt die Sache mit einer Schokolade in der Hand, den Augen auf dem Kontoauszug und dem Ohr beim Telefonat mit dem Anwalt, auszusitzen!

Auch das andere jetzt täglich zu den Verdächtigen Stellung nehmen müssen und stellvertretend die Verallgemeinerung alle betrügen, ertragen müssen, finde ich peinlich für Radsportstars die nichts zu verbergen haben.

X( :?(:

7

Freitag, 4. August 2006, 19:22

Und nun findet der Kampf zwischen Jan Ulrich und Werner Franke auf den Schauplätzen "Stern" und "BILD" statt.

Sorry, Jan, aber wenn Du wirklich unschuldig bist, hättest Du schon längst eine DNA-Probe abgeben können. Sich einfach nur hinter der "Unschuldsvermutung" zu verstecken, ist viel zu primitiv ~ wenn man die Möglichkeit hat, seine Unschuld zu beweisen.

Dein Verhalten erinnert sehr an ein kleines trotziges Kind, das sein Spielzeug nicht hergeben will. Ich habe keine Ahnung, ob Du schuldig bist oder nicht ~ aber falls ja, bist Du und Deine Kumpanen das Allerletzte.
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...

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Samstag, 5. August 2006, 14:02

Nach positiver B-Probe: Phonak entlässt Landis

Das Schweizer Phonak-Team hat mit voller Härte auf die positive B-Probe bei Tour-de-France-Sieger Floyd Landis reagiert und seinen Kapitän fristlos entlassen.

Der eidgenössische Rad-Rennstall zog wegen der 'Verletzung des internen Ethik-Codex'' die Konsequenzen aus dem kurz zuvor vom Radsport- Weltverband UCI veröffentlichten Ergebnis der von Landis geforderten Gegenanalyse. Bei dem 30 Jahre alten amerikanischen Radprofi war nach der 17. Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt in der A-Probe ein deutlich überhöhter Wert des künstlich produzierten Testosteron gefunden worden. Statt des erlaubten Testosteron-Verhältnisses von maximal 4:1 zu Epitestosteron wurde ein Wert von 11:1 ermittelt.


Quelle des ganzen Artikels: hier

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Samstag, 14. Juli 2007, 22:14

Die Tour ist auch in 2007 gestartet .... heute fand die 7. Etappe statt ..

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Samstag, 14. Juli 2007, 22:19

Gerdemann gewinnt 7. Etappe und holt gelb


Nach zwei Jahren trägt mit Linus Gerdemann aus Münster erstmals wieder ein deutscher Radprofi das Gelbe Trikot bei der Tour de France.

Der 24-jährige Youngster vom T-Mobile-Team wuchs auf der 7. Etappe nach Le Grand-Bornand in den Alpen über sich hinaus, holte sich im Alleingang nach 197,5 Kilometern den Etappensieg und damit die Führung im Gesamtklassement vom Schweizer Fabian Cancellara. Vor ihm hatte das Gelbe Trikot als letzter deutscher Profi 2005 Jens Voigt für einen Tag getragen, nachdem er es Lance Armstrong abgenommen hatte.

'Es war wahnsinnig. Der letzte Kilometer kam mir vor wie ein ganzes Jahr. Aber die Begeisterung an der Strecke war grandios. Es war ein Traum', sagte Gerdemann, der jetzt mit 1:24 Minuten vor dem Spanier Inigo Landaluze führt. Der nach seinem Sturz angeschlagene Andreas Klöden rangiert mit 3:39 Minuten Rückstand auf dem sechsten Platz. Auch sein malträtierter Team-Kollege Alexander Winokurow erreichte das Ziel in der ersten großen Verfolgergruppe.

Tour-Debütant Gerdemann, der als Vertreter des 'neuen deutschen Radsports' gehandelt wird, hatte sich aus einer 15-köpfigen Spitzengruppe gelöst und 20 Kilometer vor dem Ziel auch noch den Kasachen Dimitri Fofonow abgeschüttelt. Bei seinem eindrucksvollen Solo den Col de la Colombière hoch wäre er einen Kilometer vor dem Gipfel fast zu Fall gekommen. Ein Motorrad hatte Gerdemann behindert und ihm kurzfristig den Rhythmus geraubt.

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren hatte der Siegeszug Jan Ullrichs am 15. Juli 1997 mit seinem ersten Gelben Trikot in Andorra- Arcalis begonnen. Vor zwei Jahren war Gerdemann trotz eines noch weiter laufenden Vertrages bei CSC nach Bonn gewechselt. Im Bjarne Riis-Team hatte der in Freiburg lebende Gerdemann auch Kontakt zu dem umstrittenen Mediziner Luigi Cecchini. Im Zuge der 'Aufräumarbeiten' bei den Bonnern nach der Ullrich-Entlassung im Vorjahr musste Gerdemann die Zusammenarbeit mit dem Italiener aufgeben. Bisher hatte der Münsteraner einen Etappensieg 2005 bei der Tour de Suisse als größte Karriere-Leistung zu bieten.

Die erste und leichteste der drei diesjährigen Alpen-Etappen wurde von Gerdemann und Fabian Wegmann geprägt. Die beiden Vertreter des deutschen Nachwuchses platzierten sich in der 15-köpfigen Ausreißergruppe, die sich am ersten von vier Anstiegen des Tages gebildet hatte. Durch den Sieg beim ersten Zwischensprint hatte Gerdemann in der virtuellen Wertung um das Gelbe Trikot den Spanier José-Ivan Gutierrez, ebenfalls Mitglied der Ausreißergruppe, hinter sich gelassen. Das bedeutete: Gerdemann fuhr schon Stunden lang vor der Ankunft theoretisch in Gelb. Im Ziel durfte er es tatsächlich überstreifen und feierte den größten Tag seiner bisherigen Karriere. Der fünffache Toursieger Bernard Hinault gratulierte persönlich.

Zeitweise hatten die Ausreißer, zu denen auch die bergerfahrenen Landaluze und der zweifache Giro-Gewinner Paolo Savoldelli (Italien) gehörten, über acht Minuten Vorsprung. Den letzten Anstieg 32 Kilometer vor dem Ziel, den 1618 Meter hohen Col de la Colombière, nahmen sie mit 5:17 Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld in Angriff. Nach der ersten Siegerehrung konnte sich der überglückliche Gerdemann in Le Grand Bornand auch über das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer freuen.

Mit den Scharmützeln an der Spitze hatten die durch ihre schweren Stürze angeschlagenen Klöden und Winokurow vom Astana-Team wenig zu tun. Das Fahren verursacht Schmerzen und der Wiegetritt am Berg ist fast unmöglich: Klöden leidet und schweigt. Über seine Internetseite hatte der Wahl-Schweizer zusammenfassend dieses kurze Bulletin nach seiner Steißbein-Verletzung gegeben. Prognosen für die kommenden Tage sind laut Klöden, der nicht direkt mit der Presse kommuniziert, nicht zu stellen. 'Es ging besser als am Vortag', sagte Winokurow im Ziel knapp.

'Von einem solchen Erfolg habe ich nicht zu träumen gewagt. Es ist ein Sieg für das ganze Team. Gerdemann ist einer der am meisten getesteten Fahrer und er gibt uns Hoffnung. Aber erst etwas später werden wir wissen, ob wir wirklich von einem Neuanfang der Tour sprechen können', sagte T-Mobile-Team-Manager Bob Stapleton nach dem Gerdemann-Triumph in den Alpen. Der Amerikaner steht für einen kompromisslosen Anti-Doping-Kampf und den Neubeginn des Bonner Teams nach dem Ullrich-Eklat.








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