Sie sind nicht angemeldet.

Partner

1

Donnerstag, 10. Juni 2010, 17:36

So einfach können Frauen lernen, wie Abseits funktioniert ;o)

Was alle Welt schon weiß: Abseits ist - wenn der Schiri pfeift.

Aber Spaß beiseite: Allen Frauen, die es genau wissen wollen, was es so auf sich hat mit der ominösen Abseits-Regel, sei die folgende kleine lehrreiche Geschichte ans Herz gelegt. Und um allen Klischees gerecht zu werden, geht es um unser vermeintliches Lieblingsthema - ums Schuhe kaufen, natürlich:


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ein erfolgreicher Einkaufsmarathon geht zu Ende, erschöpft will A nur noch einen klitzekleinen Blick in ihren Lieblingsschuhladen gleich um die Ecke werfen. Nach intensivem Stöbern trifft sie fast der Schlag: Die schon so lange ersehnten rosa High Heels der Marke “Prahla” warten hier zum Schnäppchenpreis. Doch A’s Größe 38 scheint vergriffen.

Frustriert greift sie sich ein Paar Öko-Wollsocken, Marke "gut und kratzig" und geht zur Kasse. Vor A hat sich bereits Kundin B eingereiht, eine aufgebrezelte Endvierzigerin, die ihre Gesichtsmimik mit einer Extraportion Botox unter Kontrolle gebracht hat. Kassiererin und Kundin B unterhalten sich im angeregten Plauderton, sie scheinen sich zu kennen. A lauscht dem Gespräch einen Moment, bevor ihr Blick auf die steile Regalwand hinter der Kassiererin fällt. Ihr wird plötzlich heiß, während ihr Blick sich an 2 hohen rosa Absätzen festsaugt, die unübersehbar aus einem unscheinbaren Schuhkarton lugen. Ist das denn ein Sechser im Lotto? Dort stehen besagte High Heels, in die sie sich noch wenige Minuten zuvor unglücklich verliebt hatte – und zwar in ihrer Größe 38.

Das Gespräch vor ihr bricht abrupt ab. Aus den Augenwinkeln registriert A, dass auch B wie hypnotisiert auf den Karton samt High Heels starrt. Die will doch nicht etwa auch .... Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. A bricht der Schweiß aus, als ihr siedendheiß einfällt, dass sie nicht mehr genügend Geld im Portemonnaie hat. Aber auch B zögert, ihr scheint es ähnlich zu gehen. Vordrängeln ohne Geld, ob sanft oder mittels Bodycheck, macht somit keinen rechten Sinn. A’s Freundin C, die bislang noch unentwegt Schuhe anprobiert hat, erkennt plötzlich die Situation. Mit einer eleganten Bewegung aus dem Unterarm heraus schmeisst sie ihr Portemonaie über B hinweg nach vorn. Während es noch fliegt, umrundet A die trantütige B, fängt den Geldbeutel und greift sich unter einem Freudenjuchzer den ersehnten Karton samt High Heels, um zu bezahlen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

“Und was hat das jetzt alles mit Abseits zu tun??” fragen sich jetzt die aufmerksamen Leserinnen.
Hier die Erklärung: Ob Traumschuh oder nicht, die liebe A darf nicht die Nerven verlieren, sondern erst dann zum Überholen ansetzen, wenn der Geldbeutel bereits in der L u f t ist, Freundin C also bereits geworfen hat. Überrundet A die B schon früher, ist sie nämlich ganz klar im “A B S E I T S”. Und nix wärs mit den schönen Stöckeldingern. Das heisst, A darf im Zeitpunkt des Wurfs allerhöchstens auf gleicher Höhe mit ihrer Widersacherin B, nicht aber vor ihr sein.



Auf die wunderbare Welt des Fussballs übertragen heisst das dann:

Eine Spielerin (A) steht im Abseits, wenn sie in dem Augenblick, in dem ihr der Ball (Portemonnaie) von einer Mitspielerin (Freundin C) zugespielt (zugeworfen) wird, selbst näher an der Torauslinie (Kasse) steht, als die vorletzte Spielerin (Kundin B) der anderen Mannschaft. Angenommen der Torwartin (Kassiererin) ist die räumlich gesehen letzte Spielerin des Gegners, dann steht die angreifende Spielerin (A) im Abseits, wenn zum Zeitpunkt der Ballabgabe (Wurf) nur noch die gegnerische Torwartin (Kassiererin) als einzige Spielerin zwischen der Angreiferin (A) und dem Tor (High Heels) steht.

Klitzekleine Einschränkung: Bei Einwürfen, Abstoß vom Torwart oder Eckstößen gilt die Abseits-Regel nicht.



Alles verstanden? Nein?
Dann einfach hören, ob der Schiri pfeift
:rofl: :rofl:
Ich habe keine Macken, das sind alles Spezialeffekte :winki:

Udo

ehemaliger Chef vom ganzen *g*

  • »Udo« ist männlich

Beiträge: 2 432

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 10. Juni 2010, 19:19

:thumbsup: :beer:

3

Freitag, 11. Juni 2010, 19:43

toll erklärt.
Wo bleibt gleiche Höhe oder der Körperteil, mit dem man auch erlaubt ein Tor machen kann? (z.B. mit Kopf, mit Knie...
Die Füße und der Körper können sich hinter dem 2. Gegenspieler befinden. Wenn der Angreifer sich nach vorne streckt mit dem Kopf und damit die sogenannte Luftlinie überschreitet, ist er mit dem Kopf näher zum gegnerischen Tor und somit im Abseitz.
Zu viele schauen nur auf die Stellung der Füße.
;)
Sorry- WM hat mich wieder.
BB muss zurück stecken. :miffy:
===========================================================================
Wir können unseren Blickwinkel verändern. Nicht jedoch das, was geschehen ist. :search: