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Mittwoch, 1. August 2007, 10:42

Was sich zum 1. August alles ändert

Ab 1. August treten einige neue Gesetze und Regelungen in Kraft.



ALKOHOLVERBOT FÜR FAHRANFÄNGER

Vom 1. August an gilt ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger. Wer in der zweijährigen Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt, handelt ordnungswidrig. Verstöße gegen das Alkoholverbot können mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro und zwei Punkten in Flensburg geahndet werden. Für die übrigen Autofahrer bleibt es bei der 0,5 Promille-Grenze.



RAUCHEN

In Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen treten an diesem Mittwoch Rauchverbote in Krankenhäusern, Landesbehörden und Schulen in Kraft. Baden- Württemberg und Niedersachsen erlauben das Rauchen in Gaststätten nur noch in abgetrennten Räumen. Von September an darf in Bundesbehörden, öffentlichen Bussen und Bahnen nicht mehr geraucht werden. Jugendliche müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um Zigaretten kaufen zu dürfen. Bisher galt eine Altersgrenze von 16 Jahren.



RECHTSCHREIBUNG

Ein Jahr nach Einführung neuer Regeln tritt die überarbeitete Rechtschreibreform endgültig in Kraft. Damit endet in Deutschland die Übergangsfrist, in der die überholten Schreibweisen in den Schulen nicht als Fehler angerechnet wurden. Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen verwenden im Interesse einer möglichst einheitlichen Schreibung in den Medien und den Schulen nur Schreibweisen, die vom amtlichen Regelwerk zugelassen werden. Bei Wörtern, für die mehrere Schreibweisen erlaubt sind, haben sie sich für jeweils eine entschieden. Diese Festlegungen bei Variantenwörtern wurden auf der Webseite «www.die-nachrichtenagenturen.de» veröffentlicht.



AUSBILDUNG

Zum 1. August werden drei neue Ausbildungsberufe in Deutschland eingeführt. So können Jugendliche künftig den Beruf des Holz- und Bautenschützers lernen, die Lehre dauert drei Jahre. Weitere neue Berufsbilder sind der mathematisch-technische Softwareentwickler und der Sportfachmann. Außerdem werden 18 bestehende Ausbildungsberufe modernisiert.



TRANSPLANTATIONEN

Mit dem Gewebegesetz soll die Entnahme und Übertragung von menschlichen Geweben sicherer und transparenter werden. Neue Vorschriften für die Entnahme und Untersuchung sowie Dokumentation und Rückverfolgung der Gewebe vom Empfänger bis zum Spender treten in Kraft. Zulässig sind in Zukunft auch - bei Beachtung ethischer Grundsätze - die Transplantation von Knochenmark, embryonalen und fötalen Organen, Geweben und menschlichen Zellen. Die Gewebespende ist anonym, mit Ausnahme der Samenspende und der Knochenmarkspende. Das Gewebegesetz regelt außerdem den Vorrang der Organspende vor der Gewebespende.



ETHIKRAT

Der Deutsche Ethikrat übernimmt zum 1. August die Aufgaben des bisherigen Nationalen Ethikrates. Die 24 ehrenamtlich tätigen Mitglieder werden je zur Hälfte vom Bundestag und von der Bundesregierung ausgewählt und durch den Bundestagspräsidenten berufen. Der Ethikrat soll den Bundestag und die Bundesregierung künftig in den bio-ethischen Fragen der Lebenswissenschaften beraten.


Quelle: http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/702930.html