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Sonntag, 6. Mai 2007, 13:21

Sonntagsfragen an Axel Kühn (Teil II)

RTL II-Programmdirektor Axel Kühn sprach mit Manuel Weis über die laufende Staffel von «Big Brother» und die größte Überraschung der siebten Ausgabe. Außerdem: Alles über den Flop «KTI», das Kinderprogramm des Senders und neue Reality-Formate.

Herr Kühn, bleiben wir noch einmal beim großen Bruder.

Was hat Sie bei «Big Brother 7» bisher am meisten überrascht?

Es überrascht mich am meisten, wie bewusst sich die Bewohner der Kameras sind. Ich denke, die aktuellen Kandidaten inszenieren sich so sehr wie in keiner Staffel zuvor. Man hat das Gefühl, dass sie jede einzelne Sekunde jemanden darstellen, der sie möglicherweise nicht sind. Normalerweise hatten die Teilnehmer früher nach ein paar Wochen die Kameras vergessen â€â€œ heute verhalten sich die Kandidaten viel professioneller.

Was war der größte Fehler?

Ob das jetzt der größte Fehler war, weiß ich nicht. Mich hat es am Anfang gestört, dass man glauben konnte, den Kandidaten geht es zu gut. Ich habâ€â„¢ das eines Morgens gesehen und festgestellt, dass sie vor einem so prallen Frühstückstisch sitzen â€â€œ so frühstücke ich ja nicht mal sonntags. Das führt möglicherweise dazu, dass der Zuschauer neidisch wird. Wir haben dafür gesorgt, dass die Kandidaten im Haus durchaus begrenzte Ressourcen haben und eben nicht alles vorgesetzt bekommen.

Herr Kühn, ich finde, die Kandidaten verhalten sich teilweise recht unverschämt gegenüber «Big Brother».

Da wird die Einrichtung demoliert, «Big Brother» wird beschimpft â€â€œ und nichts passiert. Wieso greifen Sie nicht durch?
Basti wurde für seinen Ausraster bestraft. Und auch Eddy sollte sich langsam zurückhalten. Ich glaube aber, dass wir mit Strafen bei den Kandidaten wenig erreichen. Es ist schon der Wahnsinn, mit welcher Motivation manche ins Haus gegangen sind. Den Bewohnern geht es nicht ums Gewinnen, ihnen reicht dieses kleine bisschen Berühmtheit schon, was sie durch ein paar Wochen im Haus erlangen. Wem das bereits genügt, den kannst du natürlich auch nicht bestrafen.

Das wird man aber nicht mehr ändern können.

Vermutlich wird man das aus den Köpfen der Kandidaten nicht mehr rausbekommen.

Dennoch: Die Wochenzusammenfassungen sind aus dem Programm verschwunden.
Die brauchen wir auch nicht. Die «Big Brother»-Fans verfolgen das Format regelmäßig, da ist es nicht nötig, am Sonntagnachmittag das Geschehen einer ganzen Woche zusammenzufassen. Die «Mythbusters» sind ein klar besseres Lead-In in die Wissensschiene. Mit «Big Brother» haben wir die Sehgewohnheiten der Zuschauer zwei Mal gebrochen â€â€œ von «X-Factor» auf Reality und dann zu Wissen. Das ist selbst am Sonntag keine optimale Vorgehensweise.

Planen Sie eine achte Staffel?

Derzeit nicht. Wir wollen darüber erst reden, wenn die siebte Staffel vorbei ist.

Im Juli wird «Big Brother» zu Ende gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie den Zuschauern dann bis Frühjahr 2008 auf diesem Sendeplatz Sitcoms zeigen. Was planen Sie dort?
Direkt nach «Big Brother» wird keine neue Eigenproduktion folgen. Allerdings haben Sie recht: Im Herbst wird es um 19 Uhr ein neues Format geben.

http://www.quotenmeter.de/index.php?newsid=20010

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Sonntag, 6. Mai 2007, 23:05

"Und auch Eddy sollte sich langsam zurückhalten."

irgendwie beruhigt mich der satz ein wenig. bb sieht das immerhin auch so. aber kann den text danach auch verstehen. was soll man den bewohnern auch antun. wenn bb zu hart wird steigen sie einfach aus