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Montag, 18. April 2005, 18:43

Mann ohne Identität

Er weiß nicht, wie er heißt. Er weiß nicht, woher er kommt. Und er weiß nicht, warum seine Vergangenheit ausgelöscht ist. Die Hamburger Polizei rätselt seit Tagen über die Identität eines etwa 50jährigen Mannes, der am späten Abend des 12. April verzweifelt inmitten der Millionenstadt sitzt. Er kennt seinen eigenen Namen nicht, hat keine Ausweispapiere mehr â€â€œ nur ein paar rätselhafte Zettel.

Irgendwann in der Nacht vom 11. auf den 12. April verlor der gepflegte Mann mit dem grauen Haar seine Identität. Am Dienstag morgen wachte er in einem Park auf, ohne Ausweispapiere, ohne Mobiltelefon â€â€œ und ohne Gedächtnis. Der Mann ist verwirrt, weiß nicht, was mit ihm geschehen ist. Er sucht händeringend nach Orientierungspunkten, nach Namen, nach Terminen. Doch da ist nur ein großes schwarzes Loch, nichts, woran er sich erinnern kann.


Später, als er mit der Polizei spricht, bricht er in Tränen aus. Er fleht die Beamten an: â€Å¾Bitte helfen Sie mir!â€Å“.


Die Polizisten sind betroffen von seinem Schicksal. Immer wieder haben sie mit orientierungslosen Personen zu tun, die geistig verwirrt aufgefunden werden. Doch dieser Fall gibt ihnen Rätsel auf. Der höfliche Unbekannte scheint nicht psychisch krank zu sein, auch Alkohol ist nicht im Spiel.


Wurde er das Opfer eines Überfalls? Er ist unverletzt, verfügt auch noch über Geld. Verloren sind offenbar nur seine Ausweispapiere â€â€œ und seine Erinnerung.


Er hat immer noch seine Uhr mit dem schwarzen Lederband am Arm, eine Handyfreisprecheinrichtung, einen Anhänger mit dem Logo des â€Å¾Automobilclub von Deutschlandâ€Å“ (AvD), daran hängt ein BMW-Autoschlüssel.


In der Hosentasche findet er am Morgen des 12. April 60 Euro, in einer weiteren Tasche viele Zettel mit Notizen. Doch mit den Straßennamen kann er nichts anfangen, auch nicht mit den Namen. Vom Park aus geht er in einem nahegelegenen Café einen Kaffee trinken. Er ist völlig unauffällig, niemand bemerkt ihn.


Dann beginnt seine Reise ohne Gedächtnis durch Hamburg.


Er irrt durch die Stadt, wird erst viele Stunden später in der Nähe des Hauptbahnhofs entdeckt. Er sitzt auf einer Bank, völlig verzweifelt, seine Augen suchen nach Hilfe.


Von der Bahnhofsmission aus wird ein Krankenwagen gerufen, seitdem ist der Mann in einer Klinik untergebracht. Auch die Mitarbeiter hier stellen rasch fest â€â€œ der höfliche Herr mit dem leichten Frankfurter Akzent ist offensichtlich nicht krank. Auch sie sind ratlos, wissen nicht, was mit ihm geschehen ist.


Die Polizisten, die später mit dem Unbekannten reden, sind sehr berührt von dem Fall. Sie wollen dem Mann helfen, aber die Hinweise, die auf die Spur seiner Identität führen könnten, werfen noch mehr Fragen auf.


Der Mann trug ein dunkelblaues Sakko, eine hellblaue Jeans und eine bunte Krawatte unter einem grauen Mantel. Dazu ein weißes Hemd mit dem Logo des AvD â€â€œ und den Schlüsselanhänger mit dem AvD-Logo. Die Beamten glauben, daß es sich um einen Außendienstmitarbeiter oder Vertreter handeln könnte.


Doch auch bei dem Automobilclub in Frankfurt/Main weiß man bis jetzt nichts über ihn, sucht fieberhaft in Mitarbeiterkarteien, telefoniert in ganz Deutschland.


Dann die Zettel, die der Mann bei sich trug. Auf jedem einzelnen ein Straßennamen, ein Termin. Zum größten Teil mit Namen versehen. Die Polizisten finden heraus: Zahlreiche der notierten Straßen gibt es nicht in Hamburg. Dann entdecken Sie den Zettel mit der Aufschrift â€Å¾Budapester Straßeâ€Å“, daneben ein Name, unleserlich geschrieben.


Die Straße liegt im Stadteil St. Pauli. Nicht weit davon gibt es auch einen Park. Der Unbekannte kennt seinen Namen nicht, beschreibt den Beamten die Grünanlage, in der er aufgewacht ist.


Schemenhaft hat er die Bilder im Kopf, weiß nur noch: â€Å¾Es gab eine Baustelle. Und einen großen Turm.â€Å“


Auch ein Riesenrad will er etwas entfernter gesehen haben. Die Beamten sind sicher: Der Mann ist im Schanzenpark, nur wenige 100 Meter von der Budapester Straße entfernt, aufgewacht. In dem Park wird gerade gebaut, ein Wasserturm zu einem Hotel umgewandelt. Die Polizisten hoffen, daß sie in der Nähe auch einen BMW älteren Baujahrs finden, zu dem der Autoschlüssel des Mannes gehört. Doch wieder verläuft die Suche ergebnislos.


Spuren, die ins Nichts führen, keinerlei Hinweise auf die Identität des Mannes. Ein Mensch, der durch eine fremde Stadt irrt, in einer Klinik untergebracht ist, auch nach Tagen sein Gedächtnis nicht wieder gefunden hat. Eine Polizistin: â€Å¾Er leidet und ist völlig verzweifelt.â€Å“


Die Hamburger Polizei will dem Mann seine Identität zurückgeben, hofft jetzt auf Hinweise aus ganz Deutschland.


Wer kennt den Mann auf dem Foto? Wer hat ihn in Hamburg oder einer anderen Stadt gesehen? Hinweise nimmt das Hamburger Polizeikommissariat 11 unter der Telefonnummer 040/4286-51148 oder 040/4286-51110 entgegen.

http://www.bild.t-online.de/BTO/index.html

Alessa

Eheleute Alessa und Matze

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Freitag, 24. Juni 2005, 00:03

Hat jemand gehört, ob man heraus gefunden hat wer dieser Mensch ist und woher er kommt ?


Danke für Infos


LG Alessa :love1:
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...