Sie sind nicht angemeldet.

Partner

Udo

ehemaliger Chef vom ganzen *g*

  • »Udo« ist männlich
  • »Udo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 432

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

1

Montag, 9. Mai 2005, 11:19

Der von dem kanadischen Internet-Unternehmen GoldenPalace.com ersteigerte "Papst-Golf" soll in den nächsten Wochen auf "Europatournee" und dann auf "Welttournee" gehen. Das Unternehmen hatte das Auto des früheren Kardinals Joseph Ratzinger und heutigen Papstes Benedikt XVI. am vergangenen Donnerstag um fast 190.000 Euro im Internet ersteigert.

In einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte der Pressesprecher des Unternehmens, Drew Black: "Wir wollen (...) Menschen, die in dem Auto sitzen oder damit eine Runde drehen wollen, die Möglichkeit einer spirituellen Erfahrung bieten." Allerdings könne sein Unternehmen nicht garantieren, dass das für alle "zu einem geistlich erhebenden Erlebnis wird". Schließlich ist man beim Online-Casino enttäuscht, dass der Papst den Golf nie selbst gefahren hat, da er gar keinen Führerschein besitzt. Mitgefahren sei er aber schon das eine oder andere Mal.

Die Summe von fast 189.000 Euro sei für ein gebrauchtes Auto sicherlich viel Geld. "Wenn man aber das Maß an Aufmerksamkeit in den Medien betrachtet, das wir durch die Ersteigerung des "Papst-Golf" erzielen, haben wir ein gutes Geschäft gemacht."

Papst von Auktion nicht begeistert
Das Kirchenoberhaupt sei von der Auktion des Golf auf eBay nicht besonders angetan, schreibt der "Spiegel" - als man ihm davon erzählte, habe er nur missbilligend den Kopf geschüttelt. Er selbst habe das Auto nie gefahren, sondern für seinen Sekretär auf seinen Namen anmelden lassen. Immerhin, als Beifahrer soll er einige Male Ausflüge in dem Wagen unternommen haben.

Skurrile Sammlung des Casinos
Das "golden_palace_casino", das seit Dezember 1998 in den USA als eBay-User registriert ist, hatte neben dem "heiligen Fahrzeug" auch andere "heilige Gegenstände" (zb. das legendäre "Jungfrauen-Toast") ersteigert, mit mit auf die Tour geschickt werden sollen. Dabei solle so viel Geld wie möglich für wohltätige Zwecke gesammelt werden. Das Casino soll erst vor wenigen Tagen Britney Spears' positiven Schwangerschaftstest ersteigert haben (siehe Linkbox).

Seite war überlastet
Nach der Auktion kam auch schnell Kritik von Mitbietern auf: Die Seite sei überlastet gewesen, die Chancen nicht gleichwertig gegeben. Der "Papst-Golf" wird vermutlich nicht nur als teuerster gebrauchter Serien-Golf, sondern auch als meistangesehene Internet-Auktion in die Geschichte eingehen. Über acht Millionen Besucher wurden auf der Internet-Seite mit dem Verkaufsangebot gezählt.

Verkäufer lässt Gültigkeit prüfen
Die technischen Schwierigkeiten beim Verkauf lösten auch beim Verkäufer, einem 21-jährigen Zivildienstleistender aus dem sauerländischen Olpe, gemischte Gefühle aus. Er kündigte an, zu prüfen, ob die Auktion gültig sei, weil interessierte Bieter wegen der Überlastung des eBay-Systems nicht hätten mitsteigern können. Er erwägt jetzt, Schadenersatzforderungen gegen Ebay zu erheben.

Das Auktionshaus hatte jedoch nach Ablauf der Auktion erklärt, dass die Versteigerung Gültigkeit habe. Es habe weder einen Absturz noch einen Systemausfall gegeben. Bei Auktionen mit großem Interesse ist es normal, dass nicht alle Interessenten durchkommen, heißt es von Seiten eBay.

Unwissentlicher Kauf
Der Verkäufer hatte den Wagen vor der Wahl Ratzingers zum Papst im Jänner für weniger als ein Zehntel dieser Summe bei einem Autohändler gekauft. Damals konnte er noch nicht ahnen, dass aus seinem fahrbaren Untersatz eines Tages eine begehrte Rarität werden würde.

Quelle: http://www.krone.at/index.php?http://wcm…xcms/index.html