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Alessa

Eheleute Alessa und Matze

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1

Donnerstag, 30. Juni 2005, 01:33

Todesstrafe

Ihr Lieben, es ist mir ein Bedürfnis das Thema einmal an zu schneiden, besonders jetzt wo der Mörder von Levke und Felix verurteilt worden ist!

Soll er zwar eingesperrt werden, aber ein schönes versorgtes Leben hinter Gittern führen bis ihn jemand nach 15 Jahren evtl. wieder heraus lässt aus dem Gefängnis und ein Gutachter ihn für Gesühnt erklärt und kurz darauf ein neuer Mord passiert ?
Ich möchte gar nicht daran denken, wie es den Hinterbliebenen, den Eltern geht, warum wünsche ich mir in solchen Momenten das es hier bei uns wieder die Todesstrafe gibt ? Dieser Mensch oder kann man überhaupt noch diese Bezeichnung für den Mörder benutzen ? Er hat selber Kinder gezeugt und kann dann solch eine Tat begehen, hoffentlich wird er schon dementsprechend im Gefängnis erwartet, wie ja bekannt ist, haben Kindermörder ~ schänder es sehr schwer in den Gefängnissen und müssen um ihr Leben bangen~ Hoffentlich wird er erwartet ~

Mörder von Levke und Felix muss für den Rest seines Lebens hinter Gitter
Der 31-jährige zweifache Familienvater Marc Hoffmann hatte im letzten Jahr in den Monaten Mai und Oktober zwei achjährige Kinder, Levke und Felix, ermordet.
Das Urteil ist nun seit Mittwoch bekannt. Er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, danach kommt er in eine Sicherungsverwahrung. Er hatte gestanden, erhielt aber dennoch die Höchststrafe.
Von seinen Anwälten wurde beantragt, ihn in einer psychiatrischen Anstalt unterzubringen, der Richter hielt Marc Hoffmann jedoch für voll schuldfähig.



Was sagt Ihr dazu ?


LG Alessa :love1:
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...

2

Donnerstag, 30. Juni 2005, 01:41

RE: Todesstrafe

Schatz, Du sprichst mir Wort für Wort aus der Seele!

Seine Strategie war, dass er eine Therapie bekommt ~ um nach drei Jahren rauszukommen. Schwere Kindheit usw. kommt dann ja dazu ~ ich muss brechen!

Nach aktueller Praxis wird er frühstens in 30 Jahren wieder rauskommen. Wenn er es in der Gefängnishierachie so lange aushält.

LG Matze :love1:
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...

Alessa

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3

Donnerstag, 30. Juni 2005, 02:04

RE: Todesstrafe

Zitat

Original von Matze
Schatz, Du sprichst mir Wort für Wort aus der Seele!

Seine Strategie war, dass er eine Therapie bekommt ~ um nach drei Jahren rauszukommen. Schwere Kindheit usw. kommt dann ja dazu ~ ich muss brechen!

Nach aktueller Praxis wird er frühstens in 30 Jahren wieder rauskommen. Wenn er es in der Gefängnishierachie so lange aushält.

LG Matze :love1:


wollen wir alle Hoffen, dass NIEMAND nach ein paar Jahren auf die Idee kommt so eine Bestie als Strafe abgesessen und wegen guter Führung und was es sonst noch für Gründe gibt für eine vorzeitige Entlassung wieder auf freien Fuss zu setzen, damit er Erneut einen Menschen töten kann.


LG Alessa :love1:
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...

4

Donnerstag, 30. Juni 2005, 07:15

RE: Todesstrafe

Für mich gehört die Bestie mit der Todesstrafe bestraft.
Einfach wiederlich und pervers.
Aber unser Staat wird ihn wohl wirklich in max. 30 Jahren wieder rauslassen.(was ich zwar nicht hoffe)

Wollen die wirklich noch in Revision gehen???

LG Rain

5

Donnerstag, 30. Juni 2005, 08:41

RE: Todesstrafe



"Auch wenn Sie anderen unvorstellbares Leid zugefügt haben, sieht die Rechtsprechung vor, dass sie menschenwürdig behandelt werden", sprach der Richter ....

Da frag ich mich wirklich ob ich im falschen Film bin... so eine perverse Bestie soll auch noch menschlich behandelt werden???
Das was er den Kindern angetan hat, war alles andere als menschlich!!!

Ich denke mal mit der Todesstrafe würden wir dem Kerl noch einen Gefallen tun, denn dann ist sein Leben schnell vorbei.... der sollte wirklich die 30 Jahre in einem Knast sitzen, und die Sitten und Gewohnheiten der Mitgefangen kennenlernen... denn Kinder-mörder,-schänder, sind ganz und gar nicht gern gesehn.

Aber auf der anderen Seite,
bin selbst Mutter von zwei Kindern, und ich hätte auch glaub ich kein Problem Selbstjustiz an einem so kranken typ auszuüben, wenn es mich betroffen hätte.

Die Todestrafe wär in manchen Fällen wirklich angebracht!!!

Gruß shill
Alles wird gut

6

Donnerstag, 30. Juni 2005, 11:38

Sicherlich hat ein Mensch der sowas verbrochen hat, nur den Tod verdient.
Aber was gibt uns das Recht über Leben und Tod zu urteilen? Auch wenn es eine sehr schreckliche Tat ist, die leider jeden Tag zigmal passiert, hat auch ein Täter Rechte, was natürlich, besonders die Hinterbliebenen des Opfers, schockiert. Aber wird das Opfer durch den Tod des Täters wieder lebendig?
Ich kenne leider zwei Fälle in meinem Bekanntenkreis, in dem dieses Thema auch diskutiert wurde.

Ein sehr schwieriges Thema über das wir hier in Deutschland eigentlich nicht diskutieren müssen, da hier Gott sei Dank die Todesstrafe nicht mehr existiert. Das ist meine Meinung dazu.
Ich jedenfalls möchte als Richter nicht ein Leben auf dem Gewissen haben, ganz egal was der Täter verbrochen hat.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm, im Gegensatz zur Kaltschnäuzigkeit der Menschen!

blue eye

unregistriert

7

Donnerstag, 30. Juni 2005, 11:47

Stimmt :daumho:
Todesstrafe ist keine Lösung, obwohl es einige sicherlich verdient hätten :-(

Bloss ich möchte auch gar nicht wissen, wieviele Unschuldige schon durch die Todesstrafe ihr Leben lassen mussten :roll2:

8

Donnerstag, 30. Juni 2005, 11:55

Das mit der Todesstrafe ist wirklich ein heikles Thema.

Meiner Meinung nach sollte die Todesstrafe angewendet werden, wenn es wirklich sicher ist, das es auch der Täter ist !!!!!!

In dem Fall um den es hier geht, habe ich nur gehört, das er in einen Hochsicherheitstrakt im Gefängnis kommt, und mit Sicherheit von den anderen Häftlingen abgeschirmt wird, das ihm ja nichts passiert.
Liebe Grüße aus Rheinhessen sendet Karin

Alessa

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9

Donnerstag, 30. Juni 2005, 14:56

Zitat

Original von CrazySandy
Sicherlich hat ein Mensch der sowas verbrochen hat, nur den Tod verdient.
Aber was gibt uns das Recht über Leben und Tod zu urteilen? Auch wenn es eine sehr schreckliche Tat ist, die leider jeden Tag zigmal passiert, hat auch ein Täter Rechte, was natürlich, besonders die Hinterbliebenen des Opfers, schockiert. Aber wird das Opfer durch den Tod des Täters wieder lebendig?
Ich kenne leider zwei Fälle in meinem Bekanntenkreis, in dem dieses Thema auch diskutiert wurde.

Ein sehr schwieriges Thema über das wir hier in Deutschland eigentlich nicht diskutieren müssen, da hier Gott sei Dank die Todesstrafe nicht mehr existiert. Das ist meine Meinung dazu.
Ich jedenfalls möchte als Richter nicht ein Leben auf dem Gewissen haben, ganz egal was der Täter verbrochen hat.



Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass DU hier so nicht antworten würdest, wenn es eins deiner Kinder getroffen hätte :kgw:
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...

10

Donnerstag, 30. Juni 2005, 18:56

Ich bin gegen die Todesstrafe.

Kein Thema, was dieser Mensch getan hat ist absolut grausam. Und das mindeste ist eine lebenslange Verwahrung hinter Gittern. Aber was würde sich ändern, wenn man ihn für dieses Verbrechen töten würde?

Die Kinder werden nicht wieder lebendig. Die Eltern dieser Kinder würden trotzdem weiter trauern. Andere psychisch kranke Menschen würden trotzdem weiter Kinder umbringen.

Todesstrafe ist kein Mittel gegen Verbrechen. Und wäre nicht jede Hinrichtung, die ein Richter anordnet auch ein vorsätzlicher Mord?

Vielleicht sollte man/die Gesellschaft sich eher fragen warum Menschen zu solchen Taten fähig sind. Keiner kommt als Mörder auf die Welt.

11

Donnerstag, 30. Juni 2005, 18:59

Zitat

Original von Alessa

Zitat

Original von CrazySandy
Sicherlich hat ein Mensch der sowas verbrochen hat, nur den Tod verdient.
Aber was gibt uns das Recht über Leben und Tod zu urteilen? Auch wenn es eine sehr schreckliche Tat ist, die leider jeden Tag zigmal passiert, hat auch ein Täter Rechte, was natürlich, besonders die Hinterbliebenen des Opfers, schockiert. Aber wird das Opfer durch den Tod des Täters wieder lebendig?
Ich kenne leider zwei Fälle in meinem Bekanntenkreis, in dem dieses Thema auch diskutiert wurde.

Ein sehr schwieriges Thema über das wir hier in Deutschland eigentlich nicht diskutieren müssen, da hier Gott sei Dank die Todesstrafe nicht mehr existiert. Das ist meine Meinung dazu.
Ich jedenfalls möchte als Richter nicht ein Leben auf dem Gewissen haben, ganz egal was der Täter verbrochen hat.



Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass DU hier so nicht antworten würdest, wenn es eins deiner Kinder getroffen hätte :kgw:


Sag mal, gehts dir eigentlich noch gut?

Ich will jetzt mal garnix zu deiner tollen Aussage schreiben. :fuck:
Bekomm erstmal selbst Kinder, bevor du beim Thema Kinder mitreden kannst.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm, im Gegensatz zur Kaltschnäuzigkeit der Menschen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »CrazySandy« (30. Juni 2005, 18:59)


12

Donnerstag, 30. Juni 2005, 19:16

Zitat

Original von blue eye
Todesstrafe ist keine Lösung, obwohl es einige sicherlich verdient hätten :-(

Bloss ich möchte auch gar nicht wissen, wieviele Unschuldige schon durch die Todesstrafe ihr Leben lassen mussten :roll2:


Das sehe ich auch so!

Niemand kann entscheiden, wann eine Todesstrafe angebracht ist!

Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie. (Wilhelm Busch)

13

Donnerstag, 30. Juni 2005, 20:05

Ein ~ mit Recht ~ kontrovers diskutiertes Thema, wo man mit Sicherheit nicht sagen kann, dass die eine oder die andere Seite absolut Recht hat. Natürlich vermag niemand über das Leben eines anderen bestimmen, insbesondere nicht in unserem Land, mit unserer "Tradition" als Richter und Henker.

Ich sehe es absolut nicht so, dass ein Kindermörder noch irgendwelche Rechte hat. Dann kann man das ganze weiterspinnen, etwas von schwerer Kindheit faseln, und schon ist man nach drei Jahren wieder draußen. Weil man ja eine SOOO tolle Prognose hat und nie nicht wieder rückfällig wird. Das ganze wird dann noch versprochen, und schon öffnet sich die Tür in die Freiheit? Hinrngespinste? Mitnichten, meine Lieben, manche Wirtschaftsverbrechen werden härter bestraft.

Ich schließe mich der Meinung von Rain, shill und GobiMaus an. Gebe aber zu, dass es ein sehr kompliziertes Thema ist. Als betroffener Vater wüßte ich nicht, wie ich reagieren würde ~ könnte mir aber schon vorstellen, das Recht in die eigenen Hände zu nehmen. Ich weiß, ich verstehe Eure Einwände, aber stellt Euch mal vor, es wären Eure Kinder...

Zitat

Original von CrazySandy
Sag mal, gehts dir eigentlich noch gut?

Ich will jetzt mal garnix zu deiner tollen Aussage schreiben. :fuck:
Bekomm erstmal selbst Kinder, bevor du beim Thema Kinder mitreden kannst.


Und genau so hat es Alessa auch gemeint, Sandy ~ stell Dir vor es wäre Dein Kind. Wie würdest Du dann reagieren? Würdest Du Dich immer noch gegen die Todesstrafe aussprechen? Ich glaube, in solch einem Moment laufen Horrorszenarien in unseren Köpfen ab, die wir uns nicht in unseren schlimmsten Träumen vorstellen können, wollen und zum Glück auch nicht müssen.
Egal, wie tief man die Messlatte der menschlichen Intelligenz legt, man trifft jeden Tag jemanden, der locker drunter hindurch passt...

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14

Donnerstag, 30. Juni 2005, 21:07

Ich bin selber Mutter und dennoch möchte ich nicht in der Haut eines Richters stecken der die Todesstrafe verkünden muß.Lebenslänglich müßte für mich auch Lebenslänglich bedeuten.Keine Rückkehr nach 15 Jahren.
Aber es gibt dabei noch eine Sache die niemand zur Diskussion stellt.Wer beschäftig sich mit den Täterfamilien.Alle in diesen Familien sind mitgestraft,auch die Kinder.
Für jede Dummheit findet sich einer,
der sie macht.

15

Donnerstag, 30. Juni 2005, 21:24

Zitat

Original von Mecki 51
Ich bin selber Mutter und dennoch möchte ich nicht in der Haut eines Richters stecken der die Todesstrafe verkünden muß.Lebenslänglich müßte für mich auch Lebenslänglich bedeuten.Keine Rückkehr nach 15 Jahren.
Aber es gibt dabei noch eine Sache die niemand zur Diskussion stellt.Wer beschäftig sich mit den Täterfamilien.Alle in diesen Familien sind mitgestraft,auch die Kinder.


Die "Täterfamilien" haben aber immer noch die (wenn auch eingeschränkte) Möglichkeit, ihr verurteiltes Familienmitglied zu besuchen oder mit ihm schriftlich zu verkehren.

Diese Chancen haben die Opferfamilien nicht mehr - nur noch in Form von besuchen am Grab!

16

Donnerstag, 30. Juni 2005, 21:52

RE: Todesstrafe

Also in solch einem Fall, wäre ich auch für die Todesstrafe!!!

Wieso solch ein "Monster" auf Staatskosten noch durch - füttern???

Und dann am besten noch Sicherheitverwahrung in der Ballerburg...

In wievielen Fällen ist genau DAS in die Hose gegangen???

Hafturlaub wegen "guter Führung" und im nächsten Wald, war das

nächste Kind fällig.

Sorry, aber mit welchem Recht, sollte man bei solchen Bestien noch

Human sein????



Liebe Grüße

Mietzekatze65 :love1:
Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont. ( K. Adenauer) :ccol:

17

Donnerstag, 30. Juni 2005, 22:34

RE: Todesstrafe

Zitat

Original von Mietzekatze65
Also in solch einem Fall, wäre ich auch für die Todesstrafe!!!

Wieso solch ein "Monster" auf Staatskosten noch durch - füttern???

Und dann am besten noch Sicherheitverwahrung in der Ballerburg...

In wievielen Fällen ist genau DAS in die Hose gegangen???

Hafturlaub wegen "guter Führung" und im nächsten Wald, war das

nächste Kind fällig.

Sorry, aber mit welchem Recht, sollte man bei solchen Bestien noch

Human sein????



Liebe Grüße

Mietzekatze65 :love1:




Korrekt,stimm dir zu!! :daumho: :daumho:

18

Donnerstag, 30. Juni 2005, 23:56

Zitat

Original von CrazySandy

Zitat

Original von Alessa

Zitat

Original von CrazySandy
Sicherlich hat ein Mensch der sowas verbrochen hat, nur den Tod verdient.
Aber was gibt uns das Recht über Leben und Tod zu urteilen? Auch wenn es eine sehr schreckliche Tat ist, die leider jeden Tag zigmal passiert, hat auch ein Täter Rechte, was natürlich, besonders die Hinterbliebenen des Opfers, schockiert. Aber wird das Opfer durch den Tod des Täters wieder lebendig?
Ich kenne leider zwei Fälle in meinem Bekanntenkreis, in dem dieses Thema auch diskutiert wurde.

Ein sehr schwieriges Thema über das wir hier in Deutschland eigentlich nicht diskutieren müssen, da hier Gott sei Dank die Todesstrafe nicht mehr existiert. Das ist meine Meinung dazu.
Ich jedenfalls möchte als Richter nicht ein Leben auf dem Gewissen haben, ganz egal was der Täter verbrochen hat.



Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass DU hier so nicht antworten würdest, wenn es eins deiner Kinder getroffen hätte :kgw:


Sag mal, gehts dir eigentlich noch gut?

Ich will jetzt mal garnix zu deiner tollen Aussage schreiben. :fuck:
Bekomm erstmal selbst Kinder, bevor du beim Thema Kinder mitreden kannst.

Ihr Lieben!

Ich habe Kinder - und möchte daher mitreden (Im Übrigen darf hier jeder mitreden). Alessas Einwand ist gar nicht so verkehrt...
Früher fand ich das Thema Todesstrafe auch schwierig und war eher dagegen. Dann sagte mal jemand zu mir: Und wenn jemand dein Kind töten würde? Das hat mich damals schon zum Nachdenken gebracht.

Da ich vor knapp 5 Jahren meinen 9-jährigen Sohn Jan verloren habe, weiß ich sehr sehr gut, was es für ein Schmerz/Gefühl ist, wenn das eigene Kind stirbt. Glaubt mir, es ist unvorstellbar...Es ist sooo schrecklich ohne dieses (mein) Kind zu sein...er fehlt mir morgens...er fehlt mir mittags...er fehlt mir abends. Wenn ich dann daran denke, dass es ein Gewaltverbrechen gewesen wäre und es einen wirklich "Täter" (einen realen Menschen also der SCHULD ist!) gegeben hätte - ich hätte ihm den Tod nicht nur gegönnt, ich wäre in der Lage gewesen es selber zu machen! Nur vom Kopf her frage ich mich allerdings, ob die Todesstrafe wirklich eine Strafe für die Täter ist!? Im Prinzip werden doch damit die Angehörigen bestraft. Ist es für einen Täter nicht viel viel schlimmer für DEN REST SEINES LEBENS im Knast zu sitzen und jeden Tag mit seiner Tat konfrontiert zu werden?

Ich danke Gott, dass ich so etwas nicht entscheiden muss...

Alessa

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Freitag, 1. Juli 2005, 16:15

Liebe lines

ich fühle mit dir und wenn ich es jetzt gerade könnte, würde ich dich sehr gerne in meine Arme schliessen und wir würden gemeinsam ein wenig ganz Still sein und gemeinsam Trauern, helfen kann
ich dir dabei nicht, ich weiss aber vielleicht ein ganz klein wenig eine Unterstützung in dem Moment sein, ich kann natürlich nicht mitreden wie bereits erwähnt aber ist der Verlust eines geliebten Menschen nicht gleich zu setzen was man für ihn gefühlt hat und ist es dann im Grunde
nicht egal um wen es sich handelt, zählt nicht der Schmerz im Herzen?
Aber genau das was du hier beschrieben hast, wollte ich zum Ausdruck bringen, ich als Mutter würde auch so denken, diesem Menschen Schmerz zufügen zu wollen, es geht doch nicht um das
Allgemeine Todesstrafen Thema, sondern rein darum wie es als Elternteil aussieht, aber leider kann nicht jeder richtig die Beiträge lesen und formuliert sie so, wie er oder sie will ~
Dabei fällt mir spontan der Name Marianne Bachmeier ein, erinnert sich vielleicht der eine oder andere noch an die Mutter die den Mörder ihres Kindes getötet hat ? Es hat damals sehr viel Wirbel gegeben aber ich kann sie verstehen!

Auch ich möchte niemals darüber entscheiden ob jemand sterben soll und vor allem wie ~ aber wie gesagt,
darum ging es ja hier gar nicht.

Wie ich vorige Tage bereits John geschrieben habe, bitte denke an das Strahlen in seinen Augen
und an die vielen Glücklichen Momente die ihr gemeinsam verbringen durftet ~

Wie gesagt, ich bringe dir sicher damit keinen Trost aber hoffe ein ganz klein wenig ein klein
wenig Ablenkung

Herzlichst Alessa und Matze
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