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nanamaus

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1

Dienstag, 30. August 2005, 11:23

Kindergarten

Hallo,

wie ihr wisst ziehen wir bald um und nun suche ich ja einen neuen Kindergarten für meinen Sohn.
Es scheint so zu sein das es einer wird der nach dem "offenen Konzept (Prinzip)" arbeitet.
Kann mir das jemand erklären wie das läuft? Beim googlen habe ich keine ausreichenden Antworten gefunden.
Vielleicht ist oder war das eine oder andere eurer Kinder ja auch in so einem Kindergarten.
Für Hilfe bin ich dankbar.
Andrea
Leben ist das was passiert während du etwas anderes planst.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nanamaus« (30. August 2005, 11:24)


blue eye

unregistriert

2

Dienstag, 30. August 2005, 14:14

Hab da was gefunden, vielleicht hilft es Dir ein bisschen weiter:

Was bedeutet "offener Kindergarten"?

"Offener Kindergarten" ist ein zusammenfassender Begriff, der für viele Bereiche der pädagogischen Arbeit im Kindergarten steht. Insofern ist dies nicht mit einem Satz zu beantworten. "Offene Arbeit" verwirklicht sich in allen Bereichen der Begleitung der Kinder.

An erster Stelle stehen die offenen Türen: Sie stehen offen für die "Freiräume" der Kinder unseres Kindergartens. Im Gegensatz zu anderen Kindergärten, wo es feste Gruppenräume gibt, in denen alle Spielbereiche vorhanden sind, haben wir unsere Räume als Funktionsräume gestaltet, die für alle Kinder gleichermaßen offen stehen. Unsere Kinder können den gesamten Kindergarten als Spielbereich nutzen, denn jeder Raum hat seine eigene Funktion. So haben die Kinder größtmögliche Chancen, nach ihren eigenen Neigungen und Wünschen zu spielen und ihre Umwelt zu erfahren. Durch die größeren Entfaltungsmöglichkeiten erfahren die Kinder eine Bereicherung ihres Umfeldes und werden offener für Neues und Anderes.

Offenheit bedeutet vor allem offen sein für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche, ihre Entwicklungsstufen, ihre Entfaltungswünsche. Sie bieten uns allen einen Lebens- und Erfahrungsraum zum wohlfühlen. Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Ich-, Wir- und Sachkompetenz entwickeln können und ungestört in einer entspannten und ruhigen Atmosphäre spielen und lernen. So ist jeder Tag für die Kinder interessant, spannend und aufregend

LG

3

Dienstag, 30. August 2005, 14:19

Meine Schwester ist Erzieherin in einem "offenen" Kiga. Sie selbst hat ihren Sohn jetzt in einem Kindergarten angemeldet, die nicht nach diesem offenen Konzept arbeiten. Ich frage sie heute Abend mal nach ihren Beweggründen für diese Entscheidung; vielleicht hilft Dir das dann irgendwie weiter....

blue eye

unregistriert

4

Dienstag, 30. August 2005, 14:19

Noch was gefunden :ccol:


Es geht doch vielen Eltern so! - Der Sonnenschein der Familie steht kurz vor dem dritten Geburtstag und nun soll die Entscheidung gefällt werden, in welche Kindertagesstätte das Kind gehen soll. Die Auswahl ist gross. Sicherlich hat man schon das ein- oder andere Mal von teiloffenen Gruppen gehört, von offenen Kindergärten oder von dem sogenannten Regelkindergarten.

Aber - was ist für unser Kind das Beste?

Melanie Stohner gibt Ihnen einen Einblick in die Konzepte. Natürlich ersetzt es nicht das Anschauen einer potenziellen Einrichtung oder sogar ein Gespräch mit der Leitung/ der Erzieherin in dieser Institution. Denn jede Kindertagesstätte ist unterschiedlich, genau wie Ihr Kind!

Aber einen Überblick und etwas Information, bevor sie sich auf die Suche der Wunscheinrichtung in Ihrer Umgebung machen, kann natürlich nicht schaden.



Regelkindergarten

Kinder eines Regelkindergartens haben ihre feste Gruppe mit durchschnittlich 24 anderen Kindern. Innerhalb dieses Gruppenraumes befinden sich Funktionsecken (Puppenecke, Bauecke, Maltisch, Essbereich, etc) in denen die Kinder während dem Freispiel miteinandern spielen können. Möglicherweise gibt es auch noch einen sogenannten Intensivraum, in dem man mit einer kleineren Gruppe von Kindern fernab des Trubels und des Lärmpegels der Gesamtgruppe beschäftigen kann. In manchen Einrichtungen besteht zusätzlich die Möglichkeit, eine bestimmte Anzahl Kindern (meistens zwei) für einen kurzen Zeitraum unbeaufsichtigt in einen weiteren Spielbereich zu lassen, der auch für andere Gruppen zugänglich ist, z.b. der Gangbereich oder der Garten.

In diesen Regelgruppen werden die Kinder von den ErzieherInnen stetig betreut. Vorallem für die Jüngsten ist es vorteilhaft, dass sie sich immer an die gleiche Bezugsperson wenden können und dass sie einen festen Raum haben, in denen sie sich Schritt für Schritt entwickeln und in den Kindergartenalltag reinwachsen können.



Teiloffener Kindergarten

Kindergärten mit teiloffenen Gruppen arbeiten einen grossen Teil gruppenübergreifend. Es besteht wie im Regelkindergarten eine feste Gruppenstruktur und feste Bezugspersonen für die Kinder Ansprechpartner und Begleiter.

Allerdings haben die Kinder die Möglichkeit in Räumen zu spielen, in denen auch Kinder anderer Gruppen verweilen. Die Aufsichtspflicht und Betreuung ist in diesen Spielräumen durch zusätzliche ErzieherInnen gewährleistet. Das können z.b. Turnräume sein, Kreativ-Ateliers, Friseurecken und vieles mehr ausserhalb des Gruppenraumes.

Ein fester Gruppenalltag besteht dennoch. Die Kinder treffen sich zu bestimmten Zeiten in den Gruppen und beginnen und beenden mitunter den Tag gemeinsam.

Vorteil hier ist die Möglichkeit für die Kleinen aber auch für Kinder im Vorschulalter angemessene Spielmöglichkeiten zu haben. Die jüngeren Kinder werden gefestigt durch Rituale und die vorhandene Bezugsperson ist auch sehr wichtig bei Kindergarteneintritt sowie noch lange danach. Ältere Kinder können sich zusätzlich in anderen Räumen entfalten, werden dadurch selbständiger; lernen den Austausch und das Soziale Miteinander mit den Kindern der anderen Gruppen.



Offener Kindergarten

In einem offenen Kindergarten stehen sozusagen "allen Türen offen".
Zwar gibt es Stammgruppen, in welche die Kinder eingeteilt sind und somit auch eine Hauptbezugsperson, aber alle Spielbereiche sind offen und es gibt keine festen Gruppenräume.

Zum Spielen gibt es Funktionsräume, z.b. Werkraum, Turnraum, Puppenraum, Essraum usw. Die Kinder sind sozusagen den ganzen Tag auf Achse.
Oftmals treffen sich die Stammgruppen morgens nach dem Bringen der Eltern in einem "Morgenkreis" aber danach sind die Kinder in der gesamten Einrichtung zerstreut.

Die Freiräume kommen natürlich sehr den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Kindern im Kindergarten zugute. Für kleinere Kinder ist es mitunter nicht einfach in einer solch konzepierten Einrichtung.

Also bevor sie sich auf die Suche nach einer geeigneten Kindertagesstätte machen, überlegen sie sich, welches Konzept am ehesten für Ihr Kind geeignet wäre.

So fertisch :smoke:

5

Mittwoch, 31. August 2005, 11:33

Zitat

Original von sari2110
Meine Schwester ist Erzieherin in einem "offenen" Kiga. Sie selbst hat ihren Sohn jetzt in einem Kindergarten angemeldet, die nicht nach diesem offenen Konzept arbeiten. Ich frage sie heute Abend mal nach ihren Beweggründen für diese Entscheidung; vielleicht hilft Dir das dann irgendwie weiter....



Kurzer Nachtrag nach einem Gespräch mit meiner Schwester:
"offene" Arbeit im Kiga findet sie grundsätzlich gut; selbstverständlich gibt es hier - wie bei allem - sowohl Vor- als auch Nachteile. Ihr Sohn ist ein kleiner "Wildfang" - zwar brav, aber sehr agil; der "Regelkindergarten" mit geschlossenen Gruppen ist für ihn besser geeignet, da seine Konzentrationsfähigkeit somit besser gefördert werden kann. In einem "offenen" Kindergarten würde er wahscheinlich nur rumrennen.....

nanamaus

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6

Mittwoch, 31. August 2005, 11:50

Siehst du und das ist mein Problem. Ich habe auch so einen Wildfang zuhause der am liebsten alles gleichzeitig machen möchte (zumindest wenn das Angebot da ist). Er kann sich allerdings auch super mit einer Sache stundenlang beschäftigen z.B. im Sandkasten.

Näüchste Woche Mittwoch gucke ich mir bzw. wir uns den Kindergarten an. Mal sehen - aber ich habe wahrscheinlich sowieso keine andere Wahl. Es scheint der einzige zu sein der noch Platz hat. Und ich kann ihn nicht ein dreiviertel Jahr zuhause lassen nur weil mir der KiGa nicht gefällt.
Dann muss ich ihn eben zum nächsten Jahr ummelden.

Danke für eure Hilfe
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