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Dienstag, 19. Januar 2010, 14:25

Fiskus schröpft Big-Brother-Star

Fiskus schröpft Big-Brother-Star


Für eine viertel Million Euro haben sie ihr Privatleben geopfert und halb Deutschland in ihre Schlafzimmer blicken lassen.
Nun müssen sich die Big-Brother-Stars auch noch mit dem Fiskus herumschlagen.

dpa Der Moderator der Show posiert in Köln vor dem Big Brother-Haus Gewinne aus der RTL-II-Fernsehshow „Big Brother“ sind einkommenssteuerpflichtig.
Wie das Kölner Finanzgericht am Montag mitteilte, hat das der 15. Senat des Finanzgerichts in seinem Urteil vom 29. Oktober 2009 (15 K 2917/06) entschieden. Der Kläger Sascha Sirtl, Gewinner der Staffel von 2005, argumentierte, dass die Gewinnsumme als Spielgewinn wie ein Rennwett- oder Lotteriegewinn steuerfrei bleiben müsse.
Der Sender und die Produktionsfirma (Endemol) ergänzten, dass allein die Siegerin oder der Sieger des Wettbewerbs für die Versteuerung des Preisgelds zuständig seien.

Das Finanzgericht stimmte dem Gewinner der Show zwar insoweit zu, als „das bloße Sich-Filmen-Lassen an sich“ noch keine Leistung darstelle, die man versteuern müsse.
Durch die anschließenden Fotoshootings, Interviews und Pressetermine werde die Grenze der steuerfreien Spieltätigkeiten aber überschritten.


Mehr als ein Spielgewinn

„Diese Verträge, die Teilnehmer mit den Sendern abschließen, gehen über das Wettspiel hinaus“, erläuterte der Gerichtssprecher Heinz Neu.
Das entspreche einem Dienstleistungsverhältnis, „weil Verpflichtungen zu verschiedenen Leistungen gemacht wurden und sich die Teilnehmer verpflichten, dem Sender RTL II zur Verfügung zu stehen“.
Anders sei das bei Glücksspielen, wo keine Verträge über die Show hinaus gemacht würden.
„In Shows wie ´Wer wird Millionär?´ bleiben die Spielgewinne deshalb auch weiterhin steuerfrei.“




Ob das Urteil nun dazu führen könne, dass Gewinner von früheren „Big-Brother“-Staffeln zur Kasse gebeten werden, sei unklar. Wahrscheinlich seien Nachzahlungen aus Staffeln nach dem Jahr 2005, sagte der Gerichtssprecher. Die zehnte „Big-Brother“-Staffel ist gerade auf RTL II angelaufen. Die Siegerprämie beträgt 250 000 Euro. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden. Dann müsste der Bundesfinanzhof in München die Entscheidung nochmals überprüfen. ges/dpa



Quelle: http://www.focus.de/finanzen/steuern/fernsehshows-fiskus-schroepft-big-brother-star_aid_471883.html

steven0703

****gesperrt**** User die Mobbing für gut heißen möchte ich hier nicht

  • »steven0703« ist männlich
  • »steven0703« wurde gesperrt
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Dienstag, 19. Januar 2010, 15:08

Ich würde mir das als Gewinner nicht gefallen lassen. Die machen also einen Unterschied zwischen bigbrother und "Wer wird Millionär" ! Dabei bekommen die Bewohner doch 400 Euro wöchentlich. Also werden sie für ihre Auftritte wöchentlich bezahlt. Dann kann man davon die Steuern bezahlen. ich würde mich als Gewinner mit den anderen Gewinnern zusammen tun und eine Sammelklage anstreben. Ich denke, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!